Sind Sie auch schon mal darüber gestolpert, welch sonderliche Begrifflichkeiten uns selbstverständlich umgeben?

Ein paar Beispiele…

Hobby /Ehrenamt: Ist beides in etwa gleich gemeint. Wird allgemein nicht als „Arbeit“ anerkannt (siehe auch „arbeits“-los). Sollte jemand seiner Berufung (daher der Begriff “Beruf”) folgen und nicht die Möglichkeit sehen, diese Tätigkeiten zu monetarisieren, wird diese Wesen(!)-tliche (und nicht selten hochkreative, innovative und/oder soziale) Arbeit “Hobby” genannt. Und wenn noch “Ehrenamt” davorsteht, folgt daraus üblicherweise, dass sich daraus keinerlei Anspruch auf Anerkennung in irgendeiner Form ableiten lässt (es sei denn, der Bundespräsident „würdigt ‘Das Ehrenamt’“)

„Frei“-Zeit: Wie lautet denn die „andere“ Zeit als…


schön und ansprechend… ist das sicher nicht…

„Die Welt erstickt im Plastik“, das haben Sie sicher schon mal gehört. Ebenso wurden uns die ozeanischen Plastikstrudel in den letzten Jahren ins Bewusstsein gerufen, wir können also nicht behaupten, wir hätten von alledem „nichts gewusst“.

Konsequenz? „Fehlanzeige“ möchte ich gar nicht mal sagen, aber „schwierig“.

Vor einigen Wochen erzürnte mich ein Anblick ganz besonders, als ich in „meinem“ Supermarkt, der praktischerweise „um die Ecke“ liegt, einen „Fund“ machte, der die Absurdität besonders augenfällig macht: Mini-Möhren (sehr lecker), klein dosiert, in einer Plastikschale, zudem nochmal in Plastik verpackt! Und das Ganze dann auch noch unübersehbar mit einem Bio-Etikett. …


“… one more coke please…”

„Könnte ich bitte Frau Meiermüllerschulze sprechen“

„Tut mir leid, die ist im Urlaub“

Interessant, wo die Leute nicht überall hinreisen. Auch nach dem obigen Telefonat bemühte ich mich nach Kräften, im Atlas oder auf dem Globus irgendwo diesen Ort zu finden. Auch eine umfassende Suche auf Google-Maps blieb bisher ergebnislos.

Nach einer eingehenden Recherche bin ich allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich um einen Ort in einer Art Paralleluniversum handeln muss, denn die Indizien sind erdrückend und deuten mehr als signifikant darauf hin, dass alle Regeln und Gesetze (auch die des Anstands) dort nicht zu gelten scheinen.

Den…


In Bezug auf die segensreichen Neuerungen der Digitalisierung wird in Hinsicht auf die Generierung und Analyse von anfallenden Daten eine Erwartungshaltung generiert, die uns glauben machen soll, dass das alles quasi mehr oder weniger von alleine funktioniert. Sieht man sich die entsprechenden Websites von Betreibern hoch gehandelter Softwareanbieter an, erhält man den Eindruck, dass wenige Klicks ausreichen um zu verwertbaren Resultaten zu gelangen. Unter der Voraussetzung, dass Daten bereinigt und in hoher Qualität vorliegen, stimmt das in gewisser Weise sogar. Das Problem liegt aber u.a. …


zu den für mich stest am unverständlichsten gebliebenen Redensarten gehört “wir sehen uns”. Was soll ich mir darunter jetzt eigendlich vorstellen?

Stelle ich mich vor den Spiegel, sage ich “ich sehe mich”, bzw. natürlich sage ich das nicht wirklich, denn erstens sehe ich mich ja, eine derartige Aussage wäre demzufolge im höheren Maße redundant zum offenkundigen Ereignis und zweitens neige ich eh zu einer gewissen Verschwiegenheit und wozu sollte ich das überhaupt sagen?

Stehen mehrere Personen vor einem Spiegel, z.B. vor einem Schaufenster (in dem man sich auf die eine oder andere Weise ja sehr gut spiegeln kann) sagt ja…


Holger Rettig, Unternehmer aus Hamburg ärgert sich: „Jeden Tag verbringe ich 1–2 Stunden nur damit, Werbepost und andere unnötige Zustellungen auszusortieren. Zudem ist meine Sekretärin aufgrund einer Fehldiagnose krankgeschrieben.

In letzter Zeit häufen sich derartige Klagen. Was bei E-Mails längst selbstverständlich ist, soll nur auch für die Postzustellung gelten: Ein SPAM-Filter. Doch wie soll das in der Praxis aussehen?

Wilhelm Augustus, Zusteller seit 25 Jahren: „Also, im Testbetrieb läuft das schon ganz gut. Besonders einfach sind SPAM-Postkarten zu identifizieren. Wenn mir z.B. auffällt, dass die zigste Postkarte aus Mallorca an die immer gleiche Adresse mit irgendwelchen Urlaubsgrüßen und der selben…


Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich möchte mich mit ganzer Kraft auf das Wesentliche konzentrieren. Mehr Gerechtigkeit ist kein Widerspruch, sondern eine Herausforderung, der wir uns alle stellen müssen. Investition in die Zukunft sollte unser aller Bestreben sein, und das sage ich mit aller Klarheit, lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft dieses Landes im Sinne einer Leitkultur gestalten, bei der wir selbstverständlich alle Nationen mit einbinden wollen, und zwar zeitnah. Nichts ist einfach, aber am Ende zählt nur was hinten herauskommt. Wir brauchen substanzielle Reformen für große Aufgaben, da bin ich ganz bei Ihnen. Ich appelliere an Ihre Eigenverantwortung…


Der Atomausstieg ist lt. Bundesregierung beschlossene Sache und soll bis 2022 erfolgen. Lohnt es sich daher noch Kernenergietechnik zu studieren? Die Antwort lautet, vielleicht überraschenderweise: Ja! Unabhängig WIE man zum Thema Kernkraft steht, es ändert nichts daran, dass uns die Meiler (und insbesondere deren Altlasten) noch eine ganze Weile begleiten werden.

Quelle: Eigene Aufnahme (übrigens NICHT von einem AKW ;-)

Und hier folgt nun der äußerst elegante Übergang zum Thema „Datenhaltung“:

Anfang der 90er entwickelten Unternehmen wie Microsoft und IBM Software, von der anfangs allem Anschein nach (und durchaus im Gegensatz zu AKWs) nicht zwingend ausgegangen wurde, dass sie seitens der Kundschaft eine wirkliche Relevanz erhalten sollten. Die Sprache…


Vegan? Finde ich klasse! In aller Regel frühstücke ich vegan, oder anders formuliert: meist esse ich Obst zum Frühstück. Das ist bekömmlich, gut verdaulich, ist nicht-füllend, macht wach und schmeckt gut. Mittags esse ich meist vegetarisch und ca. 2 bis 3 mal die Woche esse ich auch gerne Fleisch.

Aber Achtung, Vorsicht, Obacht! Jetzt gibt es da offenbar für den einen oder die andere ein Schubladenproblem: „Du bist Flexitarier!“.

Flexitarier ist der wohl überflüssigste Begriff der letzten Jahre, besagt er doch im Grunde nichts anderes, als dass sich da jemand offenbar abwechslungsreich, ausgewogen und bewusst ernährt, sich jedoch nicht ausdrücklich…


Meine persönliche Biografie lies nicht unbedingt vermuten, dass mich Fußball je wieder faszinieren könnte. Als Kind in den Fußballverein “genötigt”, mein top-begabter, älterer Bruder als Vorbild, Trainer, die ihre Profilneurose den Kindern gegenüber ausspielten und überhaupt diese ganze Vereinsmeierei…

Erst durch meinen Sohn bin ich vor einigen Jahren wieder auf das Thema Fußball gekommen, das ich bis dahin über viele Jahre geflissentlich ignoriert habe und seither mit Interesse verfolge und zwar durchaus nicht nur aus sportlichem Interesse.

Abgesehen davon, dass mich seinerzeit nach jahrelanger Abstinenz der geradezu “choreografische” Auftritt und das erkennbare Team-Play überraschte und der Panzer-Fußball, den ich von…

Thorsten Lieder

twittert über data-analysis & business-intelligence, web, e-learning & it-training, tutorials, fotografie & film, regionales & soziales (Hannover)

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